Über die Liebe

Frauen – wenn man sich nicht vorsieht schaffen sie es immer wieder, einen völlig von sich abhängig zu machen. Interessanterweise auch ohne dass sie auch nur einen einzigen Wink in diese Richtung von sich gegeben hätten.

Ich meine, eigentlich darf es das nicht geben, dass Amors Pfeil – auch so eine Schwuchtel – sich nach kurzer Zeit (sagen wir mal 10 Minuten) eiskalt von hinten durch das steinerne Herz eines unschuldigen Machos bohrt, um ihn in einen erbärmlichen, wabbernden Haufen Hormon zu verwandeln.

 

Ein Mann hat seine 3 Freunde ja auch nicht gleich nach dem ersten Treffen als gleichwertige Kumpels und Vertraute akzeptiert. Da kommt erst mal die Phase “Wer verträgt mehr Alkohol”, gefolgt von “Ich hab noch nie auf Alkohol gekotzt”, kurz danach “Es gibt immer ein erstes Mal”. Das mündet dann in “Mein Schwanz ist länger als Deiner” bzw. “Ich hatte schon 837 Weiber – zugleich – und sie sind alle mindestens 4 Mal gekommen – und davon waren mindestens 3/4 noch Jungfrauen” bis dann irgendwann beide eingesehen haben, dass dieser ganze Müll vielleicht dem anderen genauso scheiß egal ist wie einem selber, um dann eine Freundschaft auf diesem soliden Fundament aufzubauen.

Aber das mit dem Verlieben… es passiert immer und immer wieder innerhalb von 10 Minuten. Ich meine, man kann sich nach schon 5 Minuten Bekanntschaft mit einem weiblichen Wesen denken: “Ja, ich würde dich gerne durchpudern, weil du machst auf mich den Eindruck einer geilen Drecksau!”, oder einfach nur “Ich will ficken!”. Das ist legitim und tut niemandem weh, solange man es für sich behält, oder diese Gedanken ausschließlich mit seinen 3 Freunden teilt. Rein objektiv hat man ja keine Ahnung, mit wem man es eigentlich zu tun hat. Vielleicht mit einer Powerfrau, die auch ohne Drogen und Alkohol mit ihren Freunden Spaß haben kann, solange die Karriere nicht darunter leidet. Oder mit einer die nicht so eine ist. Oder mit einer renommierten Linguistin, die sich wahrscheinlich nach einem harten Tag voll von Forschung an der Universität von einem unterbezahlten kubanischen Klempner so lange in den Arsch ficken lässt, bis sie nicht mehr weiß wie man “Linguistik” schreibt. Oder mit dem sensiblen Typ, der sich aufgrund so einer Ansage das Leben nehmen würde. Wer weiß – die Möglichkeiten sind nahezu unendlich. Nur eines wird nicht passieren. Nie. (Außer in billigen amerikanischen Pornofilmen) Nämlich, dass die Frau auf so eine, vielleicht unter leichtem Alkoholeinfluss, vielleicht lediglich ein wenig gedankenlos geäußerte Idee mit einem “Ja das klingt vernünftig – zu mir oder zu Dir?” reagiert.

Die sexuelle Erfüllung, das Vögeln, die ja eigentlich das Ziel aller unserer Bemühungen ist, den Kontakt zu einem weiblichen Wesen herzustellen ist schon mit dem ersten Augenkontakt in nahezu unendliche Ferne gerückt, und jeder der etwas anderes behauptet ist über die Phase “Ich hatte schon 837 Weiber” nicht hinausgekommen, lügt, oder lebt in einem mentalen Dämmerzustand, hervorgerufen durch übermäßigen Konsum psychothroper Substanzen in Verbindung mit billigen amerikanischen Pornofilmen.

Nein. Einfach nur Vögeln, das geht nicht! Da muß man sich vorher noch besser kennenlernen. Weil “Ich weiß ja gar nichts über Dich!” und “Bei mir läuft sowieso erst was nach frühestens 2 Monaten. Und dann nur mit Gummi.bzw. “Ich bin ja nicht so eine, Du Arschloch!”, sind dann aber Ansagen, die uns zwar tief in unserem Inneren gleichsam die Eingeweide bei lebendigem Leib zu Dauerwurst im eigenen Darm verarbeiten, dennoch nehmen wir das alles hin, eben weil wir “verliebt” sind, und schon nach 10 Minuten zu nahezu willenlosen Sklaven der verqueren weiblichen Weltsicht geworden sind.

2000 Jahre katholische Erziehung haben dem größten Teil der männlichen Bevölkerung auch die einzige damals noch sozial nicht geächtete Alternative gründlich vermiest! Ich sage nur – die alten Griechen hatten vermutlich mehr Spaß am Leben. Ein bisschen Wein trinken, Feta essen, Panflöte spielen, über Philosophie diskutieren und sich dann gegenseitig in den Hintern ficken. Ganz ohne Frauen, beziehungsweise auch mit, wenn man wollte. Das war vermutlich gar nicht so übel, doch wem kommen nicht die Frühstückscerealien wieder hoch, wenn er an seinen eigenen behaarten Hintern denkt? Wie gesagt 2000 Jahre katholische Erziehung waren in dieser Hinsicht äußerst erfolgreich.

Ist man dann erst einmal im geschickt gesponnenen Netz der weiblichen Beziehung gefangen, gibt es so schnell kein Entrinnen mehr. Darin bleibt man dann solange (oder so kurz) gefangen, bis man mental mit einem heißen Auspuffrohr in den Arsch gefickt wird. Nämlich wenn es heißt “Ich bin nicht bereit für eine feste Beziehung”, oder “Du willst immer nur das eine, ich bin Dir ja völlig gleichgültig!” – Ha! Das mag ja richtig sein, aber derjenige, der nur das Eine will, der stürzt sich doch nicht Hals über Kopf in den lebensgefährlichen Sumpf einer Beziehung. Oder doch? Vielleicht bleibt ihm ja gar nichts anderes übrig? Wir erinnern uns – einfach nur Vögeln, das geht ja nicht. Also: Selber schuld, meine Damen! Ihr habt es so gewollt. Ihr zwingt uns dieses Verhalten ja nahezu auf, und reibt uns dann eure eigenen Probleme als unseren Dreck unter die Nase.

Umgekehrt kann man aber auch meinen: Natürlich wollen wir “das Eine”, und zwar möglichst oft, wenn es geht – aber das heißt doch nicht gleich, dass mir die Frau dahinter gleichgültig ist! Würde ich denn “das Eine” ständig wollen, wenn da nicht auch “der Rest” halbwegs in Ordnung ist? In einer funktionierenden Beziehung (was ja gar nicht so oft vorkommen kann) gibt es wohl keinen Mann, der nicht manchmal an der sexuellen Passivität seiner Partnerin verzweifelt. Umgekehrt gibt es wohl keine Frau, die nicht komplett genervt ist über die permanente Geilheit ihres Partners. Was gibt es denn zum Beispiel schöneres, als eine richtig geile Nummer nach einem anstrengenden Tag voller Arbeit und Stress? Sex entspannt – das ist einfach so. Aber wie sieht die normale Reaktion einer Frau nach einem anstrengenden Tag voller Arbeit und Stress aus, wenn man höflich um einen Fick ansucht? Ein einfaches “Nein” ist da wohl die sensibelste Antwort, die man kriegen würde.

Was läuft da falsch? Welche böswillige höhere Macht hat den Sexualtrieb bei Männern und Frauen so diametral entgegengesetzt programmiert? Vielleicht sitzen (oder sickern) ja irgendwo Lebensformen auf Siliziumbasis, vertieft in ihre Beobachtungsapparaturen, vor sich hin und lachen sich kaputt über die ganze Scheiße, die ihre kleine Manipulation bewirkt hat. Oder legen Frauen vielleicht mit Absicht so ein Verhalten an den Tag? Und sind auch noch glücklich damit! Yep. So ist das wohl.

“Wir können doch einfach nur mal Kuscheln”, welchen Mann hätte dieser harmlose, nette freundliche und an sich so harmonisch klingende Vorschlag nicht schon mal an den Rand der Verzweiflung gebracht. Natürlich kann man. Man kann jeden Tag kuscheln. Kein Problem, schließlich ist das ja schön. Aber man könnte ja auch mal einfach nur so seinem Partner einen blasen. Oder so ganz spontan ohne viel Trara gleich nach dem Heimkommen zur Sache kommen. Aber wenn man so etwas vorschlägt, folgt die gerechte Strafe auf dem Fuß – für solch eine unsensible verbale Entgleisung kann nur Liebesentzug sein. No Sex Sir!

Irgendwann hat man aber meistens ausgelitten. Diese Phase kann sich allerdings auch ewig lang hinziehen. Ein paar “Du willst immer nur das eine!”, und “Ich bin Dir ja völlig gleichgültig!”, dazu vielleicht die uns bereits wohlbekannten Macken, und schon liegt die Beziehung in den letzten Zuckungen. Das ist dann der Zeitpunkt, wo einem durchschnittlichen Mann häufig das Herz herausgerissen, darauf herumgetrampelt, es faschiert, daraufgepisst und Windows – das Betriebssystem für mehr Spaß bei der Arbeit – darauf installiert wird. Anschließend bekommt man es wieder. Allerdings in den Arsch geschoben, mit einem heißen Auspuffrohr nachgestopft.

Sind wir Männer eigentlich zu dumm, um objektiv zu bleiben – in den ersten 10 Minuten? Müssen wir uns immer und immer wieder in Beziehungen stürzen, wie Lemminge ins Meer? Aber schließlich ersaufen die ja auch nicht freiwillig, sondern haben sich einfach zu stark vermehrt und wollen nur ans andere Ufer des Fjords – und sind einfach nur zu dämlich rundherum zu wandern.

Genauso geht es uns. Wir können es einfach nicht erwarten die Beziehung zu einer Frau über die natürlichen Phasen einer Freundschaft (s.o.), oder zumindest so ähnlich, wachsen zu lassen, sondern sind meist so ungeduldig (oder geil), dass wir einfach quer durch schwimmen wollen. Durch die Beziehung. Ans andere Ufer – ääääh – also was ich damit sagen will, ist, dass es doch viel klüger wäre, den Feind erst einmal näher kennenzulernen, bevor man ihn vögelt.

Das erspart einem dann vielleicht die Qualen, als willenloser Sklave in einem weiblichen Abhängigkeitsverhältnis zu enden, um dann mental mit einem heißen Auspuffrohr in den Arsch gefickt zu werden. Wahrscheinlich aber nicht.