Eine funktionierende Methode der Internetüberwachung praktizieren hingegen die USA. Mit dem Spionagenetz Echelon ist es dem Geheimdienst möglich, den gesamten Datenverkehr, der von einer IP-Adresse ausgeht oder dort empfangen wird, zu überwachen. Das System sitzt dazu in zentralen Internetknoten und behält so die gesamte IP-Kommunikation im Auge – besuchte Webseiten, E-Mail, Chat und vieles mehr. Das würde technisch auch in Europa funktionieren, ist jedoch datenschutzrechtlich ein Wahnsinn.
Die Verschlüsselung des VoIP-Anbieters Skype stellt den Bundestrojaner vor gravierende Probleme. BKA “Experten” können die Telefongespräche, die über den beliebten VoIP-Dienst getätigt werden, nicht entschlüsseln. Die Gespräche müssten entweder an der Quelle abfangen, bevor sie verschlüsselt werden oder beim Empfänger nachdem sie dechiffriert wurde. Skype verwendet erstens einen Algorithmus, der bis jetzt noch nicht geknackt wurde, und zweitens werden die Datenpakete über ein verschlüsseltes P2P-Netzwerk gesendet. Die hohe Sicherheitsstufe des VoIP-Anbieters stellt selbst Unternehmen vor Probleme, die mit hoher Sicherheitslösung ausgestattet sind. Der einzige Weg ist es, aus rechtlichen Gründen zu verbieten, via Skype zu telefonieren.
Zum Nachdenken:
Da der Trojaner Daten vom und auf den PC übertragen kann, ist es durchaus möglich Bilder, Videos und Dokumente wie zum Beispiel Bombenbauanleitungen oder Kinderpornographie absichtlich oder auch unabsichtlich unter zuschieben oder zu manipulieren, die bei einer offiziellen Hausdurchsuchung dann auch als Verhaftungsgrund fungieren könnten, ohne dass dieser wohl nachweisen können wird, dass diese nicht vom ihm auf das System übertragen wurden.




















